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Lieblingskinder

Ein kleines Burn Out gefällig? Sechs Tipps raus aus der Burn Out-Falle

By 23. Februar 2017 November 14th, 2019 4 Kommentare

Es gibt zu fast jedem Thema Statistiken. Aber eben leider nur fast. Wie viele Mütter in ein Burn Out kippen, dazu gibt’s nur grobe Schätzungen.

Warum das so ist?

Weil Mütter funktionieren. Weil Mütter – auch wenn’s gar nicht mehr geht – wieder aufstehen. Und wieder aufstehen. Und wieder aufstehen.

Einfach mal alle Viere von sich strecken?

Einfach mal eingestehen, dass nichts mehr geht?

Gibt’s nicht. Die Lieblingskinder brauchen etwas zu essen, müssen in den Kindergarten, brauchen eine aufgeräumte Wohnung. Müssen in den Klavierunterricht gebracht werden, der Hund muss auch raus. Und, und, und. Die Liste ist schier endlos.

Und wer sollte das sonst alles machen?

Eben.

Und deshalb geht’s immer irgendwie weiter.

Viele Mütter kriegen dann Gott sei Dank irgendwann die Kurve. Die Lieblingskinder sind dann endlich alle im Kindergarten/in der Schule. Es ist irgendwann die nächste Phase da und irgendwann gibt’s dann auch für Mütter eine zeitliche Entlastung.

Ein Hoch auf die Kaiserin!

Schließlich war es Maria Theresia, die die allgemeine Schulpflicht eingeführt hat. Sie hat sich auch um die Existenz öffentlicher Toiletten gekümmert, aber das ist ein anderes Thema. Übrigens war auch sie eine Geschäftsmama. Immerhin hatte sie 16 Kinder und war nebenbei auch noch Erzherzogin von Österreich.

Zurück zu den Geschäftsmamas von heute.

Woran erkennst Du, dass es zu viel des Guten ist?

Jeder Mensch und jeder Körper funktioniert anders. Durchaus möglich, dass ein Aspekt bei Dir gar nicht vorkommt, dafür ein anderer viel stärker.

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Typisch sind Schlafstörungen, endlich könntest Du mal schlafen, aber da geht das Gedankenkarussel los. Und das unerbittlich. Und abdrehen geht auch nicht.

Oder Verspannungen. Rücken, Nacken, alles fühlt sich an wie ein hartes Brett.

Andere wiederum reagieren mit Magenproblemen oder Migräne auf den Stress, der zu viel geworden ist. Wieder andere haben Verdauungsstörungen.

Ein körperliches Symptom ist meistens dabei.

Ein weiteres ganz typisches Signal?

Dir geht der Humor aus. Du kannst oder Du willst nicht mehr über Dich und über Deine Situation lachen.Und Du kannst es auch nicht mehr.

Schokoladeflecken auf der neuen Couch? Nimmst Du’s leicht und lachst drüber? Oder willst Du nur mehr weinen?

Du kannst Dinge nicht mehr leicht nehmen, Du kannst Dich nicht mehr raus nehmen aus der Situation, Du findest den nötigen Abstand nicht mehr, den Du aber bräuchtest, damit Du über Deinen alltäglichen Wahnsinn lachen kannst.

Und was jetzt?

Deine Lieblingskinder werden wohl so herausfordernd bleiben, bis sie dann in der nächsten Phase sind. Aber es gibt ein paar Schrauben, an denen Du drehen kannst und unbedingt drehen solltest.

1. Hol Dir Hilfe!

Ich schreibs so oft, noch öfter erzähl ichs in meinen Kursen oder kriegen’s meine Klientinnen zu hören.

Es gibt Hilfe. Fix. Auch wenn Du sie jetzt nicht siehst. Die Nachbarstochter, die sich ein bisschen etwas dazuverdienen will, eine Freundin, die Dir die Lieblingskinder abnimmt und dafür nimmst Du tags darauf ihre Lieblingskinder, die Familie und – meist gibt’s ja auch einen Vater zu den Lieblingskindern.

Oft scheitert’s nicht daran, dass es keine Hilfe gibt, es scheitert daran, dass nicht um Hilfe gebeten wird.

2. Sag Deinem Umfeld, wie es Dir wirklich geht!

Die wenigsten Menschen können riechen, wie es Dir geht. Dein Umfeld ist vollauf beschäftigt mit dem eigenen Leben.

Daher muss die Devise lauten: klare Anweisungen und klare Aussagen.

3. Finde einen Rückzugsort und geh dort regelmäßig hin

Eine Parkbank, Deine Dusche, ein Qi Gong Kurs – was immer es ist, nutze den Ort regelmäßig.

4. Tue Dir jede Woche etwas Gutes

Kauf Dir eine Zeitschrift, leg Dich in die Badewanne, lass Dich massieren – es gibt genügend Möglichkeiten sich etwas Gutes zu tun, auch wenn Zeit und Geld Mangelware sind.

5. Sprich mit Freundinnen, denen es ähnlich ergangen ist oder gerade ergeht

Wenn statistisch gesehen jede/r 4. ÖsterreicherIn (es wird, fürchte ich, in Deutschland und der Schweiz ähnlich sein) irgendwann einen Burn Out – ähnlichen Zustand erleidet, ist die Wahrscheinlichkeit, dass Du jemanden kennst, mehr als groß. Red darüber und Du wirst überrascht sein, wie viel Verständnis Dir entgegengebracht wird.

6. Finde Deinen Humor wieder

Eure Couch ist mit Wachsmalkreide bemalt? Das gehört zum ganz normalen Wahnsinn.

Du hast seit drei Tagen nicht geduscht, weil alles so irre ist? Das gehört zum ganz normalen Wahnsinn.

Deine Lieblingskinder treiben Dich in die Raserei? Das gehört zum ganz normalen Wahnsinn.

Du merkst es schon. Die Liste ist unendlich.

Spul drei Jahre nach vor in Deinem Leben. Und wenn Du zurückschaust, gibt’s bestimmt viele Episoden über die Du dann lachen wirst können.

Und bei manchen Geschichten wird es Dich noch immer beuteln und Du wirst noch wissen, wie schwierig die Zeit mitunter war.

Triff Dich mit Gleichgesinnten und lach über Deinen alltäglichen Wahnsinn.

Lachen ist schließlich die beste Medizin.

 

Alles Liebe,

 

Deine Elisabeth

 

ps hattest Du auch schon einmal eine Burn Out-ähnliche Phase? Wie bist Du damit umgegangen? Schreib gleich ins Kommentar hier unten, ich freue mich auf Deine Erfahrungen und Gedanken zu diesem so wichtigen Thema!

 

 

 

4 Kommentare

  • Barbara sagt:

    Liebe Elisabeth!

    Vielen Dank für den Artikel, da hatte ich sehr viele JA! Gefühle. Wie geht es Dir? Wäre es jetzt günstig, dass wir uns etwas ausmachen wegen der 2 Skype/Telefon Termine, die wir verschoben haben?

    Danke und liebe Grüße

    Barbara

    • Elisabeth sagt:

      Liebe Barbara!

      Ich leben den ganz normalen Wahnsinn mit zwei Lieblingskleinkindern. Und es gibt nichts Schöneres als den beiden zuzusehen, wie sie langsam beginnen miteinander zu „spielen“. Das entschädigt für die schlaflosen Nächte.

      Wir machen die Einzelcoachings, wenn es für Dich passt und Du sie machen willst, gerne auch bald. Ich freue mich jedenfalls Dich zu sehen!

      AL E

  • Anna-Carina sagt:

    Hallo Elisabeth,

    welche Mutter kennt diese Situation nicht? Meine beiden Lieblingskinder sind 6 und 7 Jahre, beides Mädchen und vom Sternzeichen Skorpione! Ich glaub da muss man nicht mehr sagen.

    Ich bin seit 3 Jahren selbständig und kann nur sagen, es gibt nichts schöneres als Zuhause zu arbeiten. Ich vermisse schon fast die Zeit, wo man so flexible ist. Zurzeit befinde ich mich in so einer fast ähnlichen Sitiuation. Denn mein Liebling aller Männer ist unter der Woche nur sehr selten hier, wir haben aber seit einem halben Jahr noch ein Geschäft, da eine in den Kindergarten und eine in die Schule geht. Ist das jeden Tag der ganz normale Wahnsinn. Aber wenn es zu viel wird sitze ich auf unserer Terasse ließ ein Buch und lache über den Wahnsinn, denn wir tag täglich erleben. Und ausserdem gibt es ja noch Kaffee. Ich habe meinen Kindern angewöhnt, das wenn ich mich auf die Terasse setze mit meinem Kaffee, das ich dann in dieser Zeit nicht gestört werden möchte. Denn zum Trinken und Essen können Sie sich schon selber machen. Das sind meine 20 min Ruhepausen.

    lg Anna

    • Elisabeth sagt:

      Liebe Anna-Carina!

      Danke für Dein Kommentar und für Deinen Tipp! Eine Auszeit für die Mama, das werde ich meinen Lieblingskindern auch beibringen, wenn sie größer sind!

      AL E

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