Schwestern der Revolution

Auf der Suche nach Vorbildern? Hier bekommst Du sie.

Dieses Buch ist mehr als eine Buch.Empfehlung. Es ist eine dringende.Buch.Empfehlung.
Wenn Du schon länger meinen Artikeln folgst, ist Dir bestimmt aufgefallen, dass ich immer wieder davon spreche, wie hilfreich es sein kann, sich Vorbilder zu finden. Falls Du unsicher bist, oder Angst hast nicht erfolgreich zu werden, fürchtest, Dich nicht durchsetzen zu können, egal was es ist, immer wieder empfehle ich nach Frauen Ausschau zu halten, die Dein Thema bereits erfolgreich gelöst haben, empfehle ich ein Stück weit deren Strategien zu übernehmen und Dich regelmäßig mit der Energie dieser Frauen zu umgeben, den Fokus auf sie zu richten.

Und genau in diesem Zusammenhang lege ich Dir Schwestern der Revolution: Aktivistinnen im Kampf gegen Diktatur und Unterdrückung
von Arabelle Bernecker und Susanne Glass ans Herz. Und es handelt nicht von erfolgreichen Geschäftsmamas, die Business und Kinder meistern, nein, es erzählt die Geschichten von Frauen, die Revolution leben, in Algerien, in Tunesien, in Serbien, auf den Malediven – Frauen, die sich mit dem Unrechtsstaat, in dem sie leben, nicht abfinden können und für die Menschenrechte in ihrem Land kämpfen. Aktivistinnen, die mutig voranschreiten, ein klares Ziel vor Augen haben und bereit sind dafür auch ihr Leben zu lassen.
Die beiden Autorinnen, eine davon eine Geschäftsmama, die ich bald für meine Reihe interviewen werde, sind zu diesen Frauen gefahren und haben mit ihnen gesprochen, um dann ihr Leben aufzuzeichnen. Das gelingt ihnen ungemein gut, die Texte sind packend, kurzweilig und höchst informativ und die Zeitgeschichte bekommt der/die LeserIn gratis mitgeliefert. Ich empfehle Dir dieses Buch, weil Du förmlich die Energie, den Mut der Frauen spüren kannst und angesteckt wirst. Du erfährst von der Kraft dieser Frauen, welche mitunter kreativen Wege sie gehen, wie sie mit weiblichen Mitteln an ihr Ziel gelangen, wie sie auch härter sind als Männer in vergleichbaren Situationen.
Was mich an diesem Buch so berührt hat? Es geht unter die Haut. Das eigene Leben wird plötzlich so nichtig und klein, meine Komfortzone, in der ich überlege, ob ich die Biokarotten beim Supermarkt A, B oder C kaufe, wird der Lächerlichkeit preisgegeben. Dabei zeigen die Texte zu keinem Zeitpunkt mit erhobenem Finger auf die mitteleuropäische Wohlstandsgesellschaft. Und doch fühlte ich mich ertappt und hatte das Bedürfnis unbequemer zu werden. Das Buch hat das Leben der Autorinnen verändert, haben die beiden in einem Interview gemeint. Es verändert auch das Leben des/der LeserIn. Meines jedenfalls.